Rauschen des Alltags

Rauschen des Alltags

Rauschen des Alltags

Hörst du das? Dieses Rauschen? Das ist der Tag, der vorbeirauscht. In deinen Ohren rauscht es vor Adrenalin und deine Wangen glühen vor Eifer. Es muss immer schneller gehen, immer mehr muss erledigt werden, imm höher sind die Ziele gesteckt. Für Ruhe und eine Pause bleibt kaum noch Zeit.

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Zumindest in meinem Leben ist das so. Da verrinnt die Zeit nur so wie im Fluge und plötzlich wird es schon wieder Abend, obwohl immer noch viel anliegt. An diesen Tagen hetze ich von einem Projekt zum nächsten, zwischendurch mal kurz Haushalt, gegessen wird nebenbei. Für gesellschaftliches bleibt an den Tagen keine Zeit.

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Das sind die Tage, an denen ich nicht richtig schlafen kann, denn in meinem Kopf kreisen die Gedanken nur darum, was noch zu erledigen ist oder ob man für andere Dinge wirklich alles gegeben hat. Tage, an denen ich ständig irgendwas vergesse, weil der Kopf mit anderem voll ist. Alles wirbelt durcheinander.

Und trotzdem. Trotzdem fühle ich mich gut dabei, kann sogar lächeln. Denn der Stress ist positiv. Ich fühle mich gut, denn an solchen Tagen denke ich immer, ich habe etwas geschafft, etwas Gutes. Pausen? Die werden genauso für überbewertet gehalten wie Schlaf und Essen und Nachtschichten sind die Auszeichnungen für den Ehrgeiz.

Und dann…

Und dann sitze ich plötzlich auf dem Sofa, nur mal schnell was essen oder trinken und vielleicht kurz Miss Fischer im Fernsehen anschauen. Und zack! Der Adrenalinspiegel fährt runter, ich fange an zu gähnen und meine Gedanken verlieren sich in der TV- Welt. Man ist genervt von einigen Charakteren, man fiebert mit. Das eigene Leben ist ins Hintertreffen geraten. Das Leben, wie es jetzt ist. Stattdessen beginnt man über die Umwege nachzudenken, die man selbst genommen hat, nur um vielleicht nach Abkürzungen zu suchen.

Und doch gehören diese Umwege in meinem Leben dazu. Ich habe viele Umwege genommen und ich glaube, das wird auch so bleiben. Irgendwie bin ich auch dankbar dafür, denn sie haben mich zudem gemacht, der ich heute bin. Der hier, jetzt in diesem Moment auf der Couch sitzt, und sich nicht zwischen dem entscheiden kann, was als nächstes kommt. Das Gefühl macht zeitgleich irgendwie Angst und ist ebenso unglaublich befreiend. Man muss das hier und jetzt nur annehmen können. Einfach in diesem Moment die Pausetaste drücken und sich sagen, morgen geht es weiter, morgen kommt das nächste Projekt an die Reihe.

Genau da liegt aber das Problem: sobald es positiver Stress ist, finde ich den Schalter nicht mehr. Da will ich lieber alles heute als morgen, am besten einen Tag so lang wie ein ganzer Monat. Und doch ist genau dieser Schalter so wichtig, denn wer ihn nicht findet, benötigt früher oder später stattdessen einen Reset.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende ohne zuviel Stress.

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