Von Klischees und Vorurteilen

Von Klischees und Vorurteilen

Von Klischees und Vorurteilen

Wir sind auf einem Event, einem Business- Kongress mit kleiner Messe. Einige Menschen sind da, die ich schon kenne, andere nicht. Ich sage heute vielen Hallo, schüttele Hände, kurz eine Runde Small- Talk. Schon geht’s weiter. Einige Messestände sehen interessant aus, andere scheinen mir weniger interessant. Wie es eben immer so ist.

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Die interessanteren Stände schaue ich mir genauer an, spreche mit den Leuten an den Ständen, so wie auch mit anderen Kongressteilnehmern. Und während ich so die Messe ablaufe und Small- Talk halte, komme ich einem Stand näher, einem der interessanten. Eine Frau steht dort. Ich komme mit ihr ins Gespräch. Wir tauschen uns aus, erzählen etwas über das, was wir so tun. Ich erzähle ihr, dass ich Produktivity- Coachings für Blogger und selbständige Frauen anbiete, einen Fashion- und Lifestyleblog betreibe und eben auch in dem Bereich journalistisch arbeite.

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“Aber das passt doch gar nicht zu dir, so wie du aussiehst! Du wirkst so ernsthaft. Das andere ist doch so oberflächlich.”

Schon klar, nur weil ich mich für schöne Dinge interessiere, bin ich ein oberflächlicher Mensch. Und wenn schon. Sie will noch fragen, was ich früher gemacht habe, aber ich mache mich erst mal auf den Weg zum nächsten Vortrag. Ich denke noch den ganzen Tag und die ganze nächste Zeit über ihre Worte nach. Wieso müssen sich Oberflächlichkeit und Ernsthaftigkeit eigentlich automatisch ausschließen? Kann nicht auch jeder oberflächliche Mensch seinen Job mit Ernsthaftigkeit ausüben oder dürfen ernsthafte Menschen nicht auch in manchen Situationen mal oberflächlich sein? Das frage ich mich seitdem. Bisher habe ich keine schlüssige Antwort auf die Frage gefunden, aber ich bin lieber ich selbst, mal ernsthaft, mal oberflächlich, mal verrückt und auch mal wild. Einfach ich. Solche Menschen werden mir immer wieder begegnen und zum Glück kennen die meisten von ihnen mich nicht wirklich und werden auch nie die wahre CJ kennenlernen, denn so schnell wird man dann ja auch nicht zu guten Freunden, falls man sich überhaupt jemals wieder sieht. Meistens erinnert man sich doch ohnehin nicht an alles, was beim letzten Treffen war.

Was ich damit sagen will?

Vorurteile und Klischees wird es immer geben, das kannst du nicht ändern. Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um andere zu überzeugen, dass ich ernsthaft, oberflächlich, nett, klug, schön, witzig, wild, frech, laut und wunderbar bin, dass ich einfach ich bin und dass das völlig ausreicht. Ich laufe nicht mehr hinter Menschen her, die vorher urteilen, die Schubladen aufmachen und die mich überhaupt nicht kennen. Diese Menschen streiche ich. Langfristig sind sie nur Energieräuber. Und die streiche ich aus meinem Leben, denn sie bringen mich nicht weiter.

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